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Die Arbeitsgruppe "(T)Raum der Stille" hat sich zum Ziel gesetzt, mit den Schülerideen aus dem Schülerwettbewerb "Neugestaltung Raum der Stille" aus dem Schuljahr 2015/16  ein Gesamtkonzept zu gestalten.

Die Funktionen des Raumes sollen Rückzug, regenerative Stille, Andachten, Taizégebete und Freiraum umfassen, um Erfahrungen der Freude, der Dankbarkeit, aber auch der Trauer zu verarbeiten. Hierbei wird ein besonderes Augenmerk auf die Nutzbarkeit durch verschiedene Gruppengrößen gelegt.



Schon der Weg zum Raum stimmt auf seine Besonderheit ein. Mit einer bewussten Wegführung wird Entschleunigung ermöglicht. Diese wird durch die Ruheinsel im Raum verstärkt. Sie ist ein Angebot für einen bewussten Rückzug mit der Gelegenheit zu Meditation, Gebet und Verweilen in geborgener Atmosphäre.

Die gestalterischen Elemente basieren auf den christlichen Symbolen von Taufe (Welle) und dem Glaubensbekenntnis der ersten Christen (Ichtys=Fisch).

Mit der tiefen Verwurzelung im Glauben ist der Blick frei auf die Weite der Welt und macht die Bereitschaft zur aktiven Mitgestaltung möglich. So wird der Blick auf die große Fensterfront mit dem wunderschönen Panorama von Mühlhausen gelenkt.

Zentral im Panorama sind eine hinterleuchtete Fensterrosette und darunter eine transportable Glasvitrine. Sie dient der variablen thematischen Gestaltung und kann als meditative Mitte ins Zentrum des Raumes gestellt werden. Um dieses Zentrum herum sind mit Teppich bezogene Podeste in verschiedenen Höhen arrangiert, die einer gesamten Klasse Platz bieten und zu gemeinschaftlichen Andachten und Gesprächen einladen.

Die Anordnung der Sitzgelegenheiten ist so strukturiert, dass auch ein geborgener Bereich für Einzelgespräche entsteht.

Als technische Ausgestaltung sind ein Beamer und eine Projektionsfläche an der Nordwestwand des Raumes vorgesehen.

Die tageslichtunabhängige Nutzung wird durch eine Verdunklung der Fensterfront ermöglicht. Diese gibt zusätzlich die Chance den Weitblick einzuschränken und den Fokus auf die meditative Mitte zu lenken.

Das Materialkonzept des Raumes basiert auf einer Rückbesinnung zur Natur. Es wird ein Holzdielenfußboden eingebaut und die Fensterfront wird von Grünpflanzen umrankt, um ein angenehmes Raumklima zu schaffen und den Übergang zwischen Innen und Außen harmonisch zu gestalten.

Die geschwungenen Formen der Sitzgelegenheiten tragen zur Gemütlichkeit des Raumes bei und weisen auf den religiösen Bezug hin.

Die Ruheinsel ist mit Teppich ausgelegt und lädt mit variablen Sitzsäcken und Kissen zum Verweilen ein.

Das Farbkonzept vertieft den Wunsch nach Geborgenheit und wird mit warmen, harmonischen Farben umgesetzt.

Als besonderes Gestaltungselement des Raumes findet sich die Form des Fisches (Ichtys) in einem großen beleuchteten Deckenbild wieder.