Logo

Sozialdiakonie in Aktion

28.10.2020 - "Helfen und unterwegs sein!", das ist das Motto des Faches Sozialdiakonie. Unterstützen, mitarbeiten und neue Lebensbereiche kennen lernen, können gerade die Schülerinnen und Schüler der 7.-10. Klassen der Regelschule im Wahlpflichtfach.

Einmal im Monat unterstützt die 7. Klasse die ILOH AG unserer Schule und lernt dort Rollstuhl fahren. Es ist gar nicht so einfach einen Bordstein hoch zu fahren, merken Maria, Vincent und auch Frau Faust gerade. Gut, dass Elise schon ein Vollprofi ist und gute Tipps geben kann. Bei einem Besuch in der Jüttner Orthopädie KG am 6. Oktober konnten die 10 Schülerinnen und Schüler viele verschiedene Modelle von Prothesen und Orthesen ansehen und anfassen und sich dortige Ausbildungsberufe erklären lassen.

Ein Teil der 8. Klasse arbeitet ein Mal im Monat in unserer Grundschule mit, lernt den Alltag der Grundschullehrerinnen und Erzieherinnen kennen und darf sich selber mit Spielen und kleinen Unterrichtseinheiten ausprobieren, so wie Finnja bereits in der Daniel-Klasse. Der andere Gruppenteil hilft seinen Großeltern zu Hause beim Einkaufen, Kochen, Rasen mähen und lernt dabei neue Kartenspiele wie Marek von seiner Oma oder Kochrezepte und Handarbeit kennen.

Die 9. Klasse hat gerade das Projekt "Niemand is(s)t für sich allein - Apfelmus für alle!" beendet. Dafür mussten die Schülerinnen und Schüler Äpfel aus ihren Gärten oder Streuobstwiesen mitbringen, um draus Apfelmus in der Schule zu kochen. Die Idee dahinter ist, dass wir viel zu viele Lebensmittel gar nicht richtig nutzen und dazu noch verschwenden oder wegwerfen. Die Jugendlichen haben dabei gleich gelernt, wie man Obst haltbar macht und welche Hygieneregeln man beachten muss.

Im Herbst findet regelmäßig die Interkulturelle Woche (IKW) in Deutschland statt und viele Vereine, Organisationen und die Kirchen nehmen daran teil. "Zusammen leben - zusammen wachsen" wollen auch wir hier im Unstrut-Hainich-Kreis mit Geflüchteten und Migranten. Die Zehntklässler besuchen verschiedene Angebote der IKW, um sich ein Bild von der Situation der Flüchtlinge in unserer Region zu machen. Besonders engagiert waren dabei Tobias und Elias. Die ganze Gruppe kam am 7. Oktober in der Jugendkirche mit Herrn Busch vom Fachdienst Migration des Landkreises und 3 Polizisten unserer Region ins Gespräch.

Ich hoffe, all diese Veranstaltungen und Aktionen des Unterrichtes tragen dazu bei, unser Verständnis von Toleranz und Respekt untereinander und anderen gegenüber in unserer Schule und in unserer Gesellschaft zu stärken.

Claudia Faust